Frühstück im Bett: Cashew-Porridge mit Chia und viiiel Obst

Ich möchte Frühling. Sofort und unverzüglich! Beim Blick auf meine Terrasse kann ich schon die ersten Spitzen kleiner, sprießender Frühlingsboten erkennen. Noch ist es aber nicht warm genug und Fräulein Sunshine zeigt sich zu selten, um die zarten Pflänzchen zum Erblühen zu bringen. Bei diesem Wetter bleibt einem doch gar nix anderes übrig, als eingekuschelt im Bett zu frühstücken. Besonders kuschelig und gemütlich wird es mit einer großen Schüssel warmem Porridge. Viel frisches Obst zaubert dazu noch ein bisschen Farbe in die Schüssel und das Grau in Grau auf der anderen Seite des Fensters.

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Der Porridge ist schnell gemacht und kann ruhig ein bisschen vor sich hinziehen, während ihr eine Tasse Kaffee genießt oder euch im Bett nochmal kurz ins Kissen kuschelt. Diese Variante ist vegan, lässt sich aber auch mit richtiger Milch zubereiten. Gerade in der kalten und nassen Jahreszeit braucht unser Körper viele Vitamine und Mineralstoffe. Mit nur einer Schüssel des Porridge am Morgen habt ihr euren Tagesbedarf schon fast gedeckt und ihr könnt frisch und gestärkt in den Tag starten.

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Rezept für eine Portion Cashew-Porridge mit Chia und Obst

  • 130ml Cashewmilch z. Bsp. von Provamel
  • 30g Haferflocken
  • 1 TL Chiasamen
  • 1 TL Kokosblütensirup (Honig geht natürlich auch…dann halt nicht vegan)
  • 1 TL Cashewmus
  • 2-3 getrocknete Soft-Aprikosen
  • 1 Handvoll oder auch 2 frische Beeren
  • gehackte Nüsse zum Bestreuen

Milch, Haferflocken und Chiasamen in einem keinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen und gelegentlich umrühren. Den Porridge 7-8 Minuten vor sich hin quellen lassen, vom Herd nehmen und in eine Schüssel geben. Kokosblütensirup und Cashewmus unterrühren. Aprikosen zerkleinern und ebenfalls unter den Porridge rühren. Mit Beeren und Nüssen bestreuen und schön warm unter der Bettdecke genießen.

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Lasst es euch schmecken und habt einen kuscheligen Sonntag.

Liebe Grüße

Nasti

 

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Gesund in den Herbst: Pfirsich-Blaubeer-Crisp mit Ahornsirup und gehackten Nüssen

Dieser Pfirsich-Blaubeer-Crisp ist gesund. Ja wirklich! Denn er kommt ganz ohne Zucker und Butter aus. Was? Ohne Zucker und ohne Butter? Ist das überhaupt ein richtiges Dessert? Ich kann euch versichern, ja ist es. Genießen ohne schlechtes Gewissen. Auch wenn jetzt wieder die Zeit kommt, in der sich angefutterte Wohlfühlröllchen toll unter kuscheligen Strickjacken, Ponchos und dicken Parkas verstecken lassen.

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Wer sich jetzt noch fragt, was eigentlich ein Crisp ist, dem kann geholfen werden. Crisp, Crumble und Cobbler sind eigentlich eine große Familie. Eine Obstdessert-Familie. Alle drei werden im Ofen gebacken und haben eine tolle Kruste aus Teig. Mein eigenes kleines Obstdessert-Lexikon sagt Folgendes:

Cobbler: Der Cobbler ist ein gebackenes Fruchtdessert, der meistens mit runden Biscuits getoppt wird. Die Biscuits werden während des Backens wunderbar knusprig und passen ausgezeichnet zu den warmen, flüssigen Früchten.

Crumble: Der Crumble ist wohl der bekannteste, der drei Desserts. Vor allem in Kombination mit süß-säuerlichen Äpfeln, hat er Einzug in viele Küchen und auch die Liste der Lieblingsspeisen gehalten. Getoppt wird hier mit buttrigen Streuseln. Nichts geht über Streusel.

Crisp: Crisp und Crumble sind sich sehr ähnlich. Der Unterschied besteht eigentlich nur im Topping. Denn damit der Crisp seinem namen alle Ehre macht, werden den Streuseln noch Haferflocken hinzugefügt, um richtig knusprige Streusel zu bekommen. Oft ist auch die Streuselschicht etwas dünner. Aber das darf natürlich jeder machen, wie er mag.

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Rezept für einen kleinen Pfirsich-Blaubeer-Crisp

  • 1 großer Pfirsich
  • 100g Blaubeeren
  • 35g Haferflocken
  • 35g Vollkornmehl, ich hab Roggenmehl genommen
  • Prise Salz
  • 1/4 TL Zimt
  • 30g gehackte Nüsse nach Wahl, z. Bsp. Mandeln, Walnüsse, Pekannüsse
  • 50ml Ahornsirup

Backofen auf 1750 Grad vorheizen. Pfirsich und Blaubeeren waschen und den Pfirsich in mundgerechte Stücke schneiden. Obst in einer kleinen Auflaufform verteilen und mit 1 TL des Ahornsirups vermischen.

Alle übrigen Zutaten in einer kleinen Schüssel vermischen und mit einem Löffel oder den Händen zu Streuseln verarbeiten. Streusel gleichmäßig auf dem Obst verteilen und für ca. 30 Minuten goldbraun und knusprig backen.

Herausnehmen, gleich warm genießen und wohlfühlen.

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Falls euch jetzt das Wasser im Mund zusammen läuft, empfehle ich euch auch noch diesen Berry-Cobbler oder diesen Zitrusfrüchte-Crumble.

Genießt den Sonntag!

Liebe Grüße

Nasti

In der Wunschbäckerei gibts so manche Leckerei: Veganer Möhrengugelhupf mit Guss

„Ich hätte gerne mal ein Rezept für einen leckeren Carrot Cake.“ – Schrieb das liebe Fräulein S. vergangene Woche auf der lirularum-Fanseite auf Facebook.

Der Wunsch ist mir Befehl! Und so gibt es heute einen herrlich saftigen, zuckersüßen Möhrengugelhupf und das Ganze in vegan. Höh? Warum denn vegan? Wer will einen Kuchen backen, der muss haben sieben Sachen: Eier und Schmalz, Butter und Salz, Milch und Mehl, Safran macht den Kuchen gel – heißt es schon in einem alten Kinderlied. Aber seit einiger Zeit schwappt die vegane Welle über Deutschland mit Vorzeige-Surfer Attila Hildmann hinweg. Auch ich konnte mich dem vergangenen Sommer nicht entziehen und habe es einige Wochen vegan versucht. Es gibt wirklich tolle Rezepte, die einen den Verzicht auf tierische Produkte nicht spüren lassen und trotzdem sehr lecker sind. Dennoch habe ich festgestellt, dass es für mich nix ist, da ich mich doch frisch geriebenem Parmesam, einem Stück Sahnetorte oder einem frischen Obstquark nicht entziehen kann. Trotzdem hat es mir gezeigt, wie wichtig es ist, dass man bewusster einkauft und isst und einige vegane Rezepte stehen immer noch sehr regelmäßig auf meinem Speiseplan. Vegan gebacken habe ich allerdings bisher noch nie. In der neusten Ausgabe der „Lecker Bakery“ gab es ein Kapitel über veganes Backen und ein Rezept für einen Möhrenkuchen. Bei dem Rezept hat mir allerdings etwas gefehlt, so dass ich mal wieder ein bisschen rum experimentiert hab.

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Rezept für einen veganen Möhrengugelhupf mit Guss

  • 400g Mehl
  • 250g Zucker
  • 2 TL Natron
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • große Prise Salz
  • 400g Sojajoghurt Vanille
  • 200g geraspelte Möhren
  • 200ml Sonnenblumenöl
  • große handvoll gehackte Walnüsse
  • 5 EL Möhrensaft
  • 150g Puderzucker
  • 2 EL Zitronensaft

Die Gugelform mit etwas Öl einfetten, natürlich nicht mit Butter, und den Ofen auf 175 Grad vorheizen.

Mehl, Zucker, Natron, Backpulver, Zimt und Salz in einer großen Schüssel mischen. Die Möhren schälen und sehr fein raspeln. By the way ist das Raspeln eine sehr gute Methode zur Bekämpfung von Winkfleisch an den Oberarmen :-). Die Möhren mit dem Sojajoghurt und dem Öl mischen und 3 EL des Möhrensaftes dazu geben. Die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und mit dem Handrührgerät zu einem glatten Teig verarbeiten. Die gehackten Walnüsse unterheben und gleichmäßig in die Form füllen. Für ca. 45 Minuten backen und unbedingt die Stäbchenprobe machen, damit er auch wirklich gar ist.

Den Gugelhupf gut abkühlen lassen. Puderzucker mit dem Zitronen saft und dem restlichen Möhrensaft glatt rühren und über den abgekühlten Kuchen gießen.IMG_3969

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Ich kann euch sagen, der Kuchen ist der Knaller und sieht dabei noch ganz entzückend aus. Und Fräulein S.? Was sagste?

So ihr Lieben, mit diesem kleinen Gugl verabschiede ich mich in die Ferien und werde an Portugals Küste ein bisschen Wärme und hoffentlich ein paar Sonnenstrahlen tanken.

Liebe Grüße

Nasti