Mangold-Ricotta-Muffins mit Sonnenblumenkernen…Resteverwertung at its best

Hmm, ich muss ja leider gestehen, dass auch ich zu den Menschen gehöre, die viel zu viele Lebensmittel wegwerfen. Ein halber Becher Schlagsahne, die verschrumpelten Reste eines Salatkopfes, die braune Banane, die letzte Scheibe Brot, die doch schon etwas hart geworden ist. Ich bemühe mich daher schon möglichst kleine Mengen zu kaufen, die zwar häufig teurer sind als die große Packung, dafür aber schneller verbraucht sind. Immer gelingt mir das leider noch nicht. Also wohin mit dem angefangenen Becher Ricotta, dem letzten Rest Butter und den Sonnenblumenkernen, die schon viel zu lange im Schrank auf Verspeisung warten? Richtig! Sie werden verbacken. Und damit das Ganze noch etwas Pep bekommt, gab es noch frischen Mangold dazu.

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Rezept für 12 Mangold-Ricotta-Muffins

  • 200g Mangold
  • 100g weiche Butter
  • 250g Ricotta
  • 2 Eier
  • 1 1/2 TL Salz
  • ordentlich Pfeffer
  • 1 TL Zucker
  • 50ml Milch
  • 130g Mehl
  • 1 TL Natron
  • 50g Sonnenblumenkerne

Mangold sollte ähnlich wie Spinat nicht roh verzerrt werden, da ein Stoff enthalten ist, der die Aufnahme von Eisen ins Blut erschwert. Daher habe ich den Mangold gut gewaschen und einige Minuten in Salzwasser aufgekocht. Mangold danach gut abtropfen lassen und klein schneiden, abkühlen lassen und zur Seite stellen.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Butter, Ricotta, Salz, Pfeffer, Zucker und Milch mit dem Handrührgerät gut vermischen. Mehl und Natron hinzufügen und nochmals verrühren. Wenn der Teig zu dick ist, kann man noch einen weiteren Schuss Milch dazu geben. Den klein geschnittenen Mangold und die Sonnenblumenkerne unterheben. 12 Papierförmchen in ein Muffinblech setzen und den Teig gleichmäßig in die Förmchen füllen. Im Ofen bei ca. 25 Minuten goldbraun backen.

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Im Kühlschrank bleiben die Muffins einige Tage frisch. Als kleiner, herzhafter Snack für zwischendurch sind sie einfach super, obwohl klein natürlich relativ ist ;).

Lasst es euch schmecken und seid lieb gegrüßt,

Nasti

The American way of Frühstück: Bagels mit Räucherlachs

Eigentlich bin ich eine absolute Süßfrühstückerin. Schokomüsli, Nuttelatoast, Marmeladenbrötchen, Pancakes. Aber manchmal packt mich einfach die Lust auf ein richtig herzhaftes Frühstück und dann müssen es fast immer Bagels sein. Wir haben zwar gar nicht weit entfernt einen Bäcker, der relativ gute Bagels zu einem noch besseren Preis verkauft, aber hey…ich betreibe hier seit einiger Zeit schließlich einen Backblog und da sollten es, Angeberin wie ich bin, vielleicht auch mal selbstgemachte Bagels sein. Ich habe mich davor immer ein bisschen gesträubt, weil ich schon einige Male gelesen habe, dass es sooo aufwendig ist und sooo lange dauert. In der Zeit bin ich doch fünfmal zum Bäcker gelaufen. Alles Quatsch! Es ging viel einfacher und schneller als ich dachte. Damit ihr am Frühstückstisch jetzt auch immer angeben könnt, hier ist das Rezept.

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Rezept für ca. 5 Bagels

  • 170ml Milch
  • 25g Butter
  • 1/2 Würfel frische Hefe oder ein Päckchen Trockenhefe
  • 300g Mehl
  • 1/2 TL Zucker + 1 EL zum Aufkochen
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Ei
  • 1 Eiweiß

Die Milch in einem kleinen Topf lauwarm erwärmen. Auch hier wieder Achtung: nicht zu heiß werden lassen, da sonst die Hefepilze zerstört werden. Parallel dazu die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. In einer großen Schüssel die Hefe, 1/2 TL Zucker und die Milch miteinander verrühren und einige Minuten ruhen lassen.

Mehl, Butter, Salz und das Ei zur Hefemischung geben. Wer die Bagels rein herzhaft belegen möchte, kann ruhig etwas mehr Salz dazu geben. Den Teig ein paar Minuten locker durchkneten. Falls er zu klebrig ist, einfach noch ein wenig Mehl hinzugeben. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen bis er doppelt so groß ist. Morgens kann das natürlich etwas zu zeitaufwendig sein. Den Teig abends zubereiten und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Klappt auch :).

Den Teig in fünf gleichgroße Stücke teilen und zu Kugeln formen. Aus jeder Kugel ein ca. 1€ großes Loch ausstechen. Mit dem Verschluss einer Flasche geht das super. Die Ringe auf einem Blech nochmal 10 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. In einem großen Topf ca. 4 Liter Wasser zum Kochen bringen und 1 EL Zucker hineingeben. Jeweils 2-3 Bagels in den Topf geben, umdrehen und für wenige Minuten im Topf schwimmen lassen. Nochmal umdrehen, mit einer Schöpfkelle herausnehmen und auf einem Rost abtropfen lassen. Es kann sein, dass ihr die Löcher in der Mitte nochmal nachstechen müsst. Die Ringe mit dem Eiweiß bestreichen und nach Belieben bestreuen, zum Beispiel mit Kürbiskernen, Sesam oder Mohn. Für 25 Minuten im Ofen goldbraun backen.

Für die Räucherlachsvariante den Bagel längs aufschneiden, mit Frischkäse und etwas Meerrettich bestreichen, mit Rucola, etwas Gurke und Räucherlachs belegen und genießen. Yammi….

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Auch bei den Bagels könnt ihr eurem Geschmack wieder freien Lauf lassen. Statt Weizenmehl könnt ihr ein schönes Vollkornmehl verwenden. In den aufgegangenen Teig lassen sich prima Röstzwiebeln oder getrocknete Tomaten einarbeiten. Erlaubt ist, was schmeckt :).

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Na gut, ein bisschen zeitaufwendig ist es, da der Teig zwischendurch immer mal wieder ruhen bzw. gehen muss und an der Form muss ich auch noch etwas arbeiten. Aber was haltet ihr davon einfach die doppelte Menge zu backen und ein paar Bagels einzufrieren? Bei der nächsten Bagel-Heißhungerattacke müsst ihr nur zum Kühlschrank spazieren, die Bagels rausholen, in den Toaster schieben und schon könnt ihr genießen. Ganz ohne lange Warterei.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße,

Nasti

Herzhaft und gesund: Rollbrot mit Gemüse

Kalt, nass, dunkel. Der Herbst zeigt sich momentan ja nicht von seiner schönen, goldenen Seite. Und wenn man nicht aufpasst, steht schnell eine fiese Erkältung vor der Tür. Deswegen solltet ihr eurem Körper gerade jetzt etwas Gutes tun und viele Vitamine zu euch nehmen. Leider passen da süße Muffins, schokoladige Torten und luftige Waffeln nicht so gut. Oder habt ihr schon mal von einem Vitamin namens „Zucker“ gehört?  Klar, gut für die Seele ist er allemal, aber ob er gegen miese, fiese Bazillen ankommt!? Aber ohne Backen gehts nicht. Daher gibt es diesmal einen Kompromiss: Rollbrot aus Vollkornmehl mit viiiel frischem Gemüse – ein bisschen mediterran angehaucht. Sardinien hängt mir halt immer noch nach…

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Rezept für ein Rollbrot

  • 500g Roggenmehl + etwas mehr für die Arbeitsfläche
  • 250ml lauwarmes Wasser
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 1 EL Zucker
  • 1/2 EL Salz + etwas mehr für das Gemüse
  • 3 EL Olivenöl
  • 300g gemischtes Gemüse – ich habe einen Mix aus Zucchini, Aubergine, braunen Champignons und getrockneten Tomaten genommen
  • handvoll frische Kräuter (Rosmarin und Oregano)
  • 100g geriebenen Mozzarella

Den Backofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen. Das Gemüse in dünne Scheiben schneiden, außer die getrockneten Tomaten, und in einer großen Schüssel mit 1 EL Olivenöl vermengen, mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Das Gemüse auf einem Backblech verteilen und für 10-15 Minuten im Ofen garen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Für den Teig das Mehl in eine große Schüssel geben und eine tiefe Mulde in die Mitte graben. Vorsichtig das Wasser in die Mulde geben, die Hefe hinein bröseln, Salz und Zucker dazugeben und alles mit einem großen Löffel verrühren. Alles nach und nach mit der Flüssigkeit vermengen. Anschließend das Olivenöl zugeben und den Teig mit den Händen kräftig durchkneten, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Den Teig an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen.

Die Arbeitsfläche mit Mehl bestreuen und den Teig darauf zu einem langen, schmalen Rechteck ausrollen. Wer es perfekt haben möchte, schneidet die Ränder mit einem Messer gerade ab ;). Die frischen Kräuter grob zerkleinern. Das gegarte Gemüse, die getrockneten Tomaten und die Kräuter auf dem Teig verteilen und alles gleichmäßig mit dem Mozzarella bestreuen. Von der kurzen Seite relativ eng aufrollen. Das Brot abgedeckt an einem warmen Ort nochmal 30 Minuten gehen lassen. Kann man aus Zeitmangel aber auch mal weglassen.

Das Brot bei 170 Grad (Umluft) ca. 30 Minuten backen.

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Auch bei diesem Rezept könnt ihr wieder viel variieren. Probiert doch mal eine Variante mit Paprika, Zwiebel und Schinken oder mit rotem Pesto, Oliven und Parmesan! Seid Kreativ und lasst es euch schmecken.

Gut, ich geb es ja zu. Eine richtige Vitaminbombe ist das Rollbrot jetzt nicht. Aber für ein gutes Gewissen reicht es oder? Vielleicht seid Ihr auch nochmal irgendwo zum Abgrillen eingeladen, sollte sich der Herbst doch noch von seiner besten Seite zeigen…dann wär doch so ein leckeres Rollbrot genau das Richtige. Was sagt ihr?

Genießt das Wochenende und fühlt euch gedrückt.

Liebe Grüße,

Nasti

Eindeutig zweideutig…“Strammer Max“ mal anders zum Frühstück

Der Freund mags ja eher deftig statt süß. Und weil ich mich heute mal von meiner „ich-bin-die-allerbeste-und-tollste-Freundin-der-Welt“ Seite zeigen wollte, kriegt er zum Frühstück ein strammes Mäxchen ;). Natürlich ganz anders als ihr jetzt vielleicht denkt…nämlich als Toastie aus der Muffinform.

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Rezept für 4 Stramme Mäxchen

  • 4 Scheiben Toastbrot
  • 4 TL weiche Butter
  • 4 Scheiben Bacon
  • 4 kleine Eier
  • evtl. frischer Schnittlauch

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Das Toastbrot mit einem Nudelholz etwas dünner ausrollen und eine Seite mit je 1 TL Butter bestreichen. Die Toastscheiben mit der gebutterten Seite nach unten vorsichtig in die Mulden eines Muffinblechs drücken. Wer kein Muffinblech hat, kann auch eine andere kleine, feuerfeste Form dafür verwenden. Die Toastscheiben mit je einer Scheibe Bacon belegen und das Ei darin, wie bei einem Spiegelei, aufschlagen, mit frischem Schnittlauch bestreuen (kann man auch nach dem Backen machen).

Das Ganze für 10-15 Minuten im Ofen backen und anschließend kurz ruhen lassen. Vorsichtig aus der Form lösen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Das ist ein ganz einfaches und schnell zubereitetes Frühstück, mit dem man dennoch Eindruck schinden kann. Optisch macht es auf alle Fälle einiges her. Oder was meint ihr?

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Einen sonnigen Samstag wünsch euch.

Alles Liebe Nasti