Berliner Kuchenkritik + zitronige Kuchensandwiches mit Vanillecreme und Marmelade

Beim „Shoot the Food“ Workshop in Berlin im Mai durfte ich die zauberhafte Theresa von Zitronenbaiser kennen lernen. Da sie eine der wenigen Teilnehmerinnen war, die auch aus Berlin kam, haben wir uns fest versprochen, dass wir uns unbedingt und auf jeden Fall mal auf ein Käffchen und, was läge näher, auf ein Stück Kuchen treffen müssen. Gesagt, getan! An einem warmen Sommertag haben wir uns im schönen Mitte bei der Käsekuchen Prinzessin aka Princess Cheesecake in der Tucholskystraße getroffen. Obwohl ich schön so so viel von diesem Laden gehört hatte, habe ich es bisher noch nie dorthin geschafft. Ich bin auf dem Berliner Naschmarkt aber schon mal in den Genuss einer Käsekuchendelikatesse gekommen. Der Laden ist nicht besonders groß und dem Namen gemäß im Prinzessinnen-Style eingerichtet. Nur der Kronleuchter hat mir gefehlt. Die Auswahl in der großen Glastheke ist wirklich riesig und uns fiel die Entscheidung schwer. Die Wahl fiel auf eine Mandeltarte mit Blaubeeren und eine fruchtige Zitronentarte. Serviert wurde der Kuchen von einer netten, etwas verplanten Kellnerin in einem Blümchenkleid-Arbeitsoutfit und die Zitronentarte war der absolute Oberhammer. So schmeckt der Sommer. Für 4€ pro Stück sollte der Kuchen das aber auch sein. Ich bin der Überzeugung, dass Handarbeit auf jeden Fall wertgeschätzt werden muss. Aber hey? 4€? Die Käsekuchenprinzessin kann sich das anscheinend aber leisten, denn es war wirklich megavoll und das Personal ziemlich überfordert. Einen Besuch ist es wegen des tollen Kuchens alle Mal wert. Aber das große, gemischte Publikum lässt darauf schließen, dass der Laden schon sehr lange kein Geheimtipp mehr ist und vielleicht auch schon den Weg in so manchen Berlinreiseführer gefunden hat.

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Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, wo es mich das nächste Mal zum Kuchentesten hin verschlägt. Any ideas? So lange teste ich erstmal meinen eigenen Kuchen :). Heute sind es zitronige Kuchensandwiches mit Vanillecreme und Marmelade. Appetit? Dann gibts hier das Rezept.

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Rezept für 6-8 zitronige Kuchensandwiches

Teig:

  • 250g weiche Butter + etwas zum Einfetten
  • 170g Zucker
  • Prise Salz
  • Schale einer Bio-Zitrone
  • Saft 1/2 Zitrone
  • 5 Eier
  • 150g Mehl + etwas für die Form
  • 75g Gries
  • 75g Speisestärke
  • 2 TL Backpulver

Füllung:

  • 1 Becher Schmand
  • 1 kleinen Becher Joghurt
  • 1-2 Päckchen Vanillezucker (je nachdem wie süß die Creme sein soll)
  • Mark 1/2 Vanilleschote
  • 1 kleines Glas Marmelade

Den Backofen auf 170 Grad vorheizen. Eine Kastenform einfetten und mit Mehl ausstäuben.Butter, Zucker, Salz, Zitronenschale und Zitronensaft mit dem Rührgerät einige Minuten hell und schaumig schlagen. Nach und nach die Eier dazugeben. Mehl, Gries, Speisestärke und Backpulver in einer Schüssel mischen und zügig unter den restlichen Teig rühren.

Den Teig gleichmäßig in der Backform verteilen und ca. 50 Minuten backen. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und noch lauwarm aus der Form stürzen. Den Kuchen anschließend richtig abkühlen lassen.

Für die Creme alle Zutaten außer die Marmelade gründlich miteinander vermischen. Den Kuchen in dünne Scheiben schneiden. Je eine Scheibe mit Marmelade und eine mit der Creme bestreichen und vorsichtig zusammendrücken.

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Die Kuchensandwiches sind übrigens eine gute Alternative, wenn euch ein Sandkuchen mal zu trocken geworden ist. Einfach mit einer leckeren Creme und fruchtiger Marmelade bestreichen :).

Habt ein wunderbares Wochenende.

Liebe Grüße

Nasti

 

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Shoot the food und wunderbar sommerlicher Himbeer-Guglhupf mit Schmand

Nach einer Wartezeit, die mir wirklich ewig vorkam, war es letzten Samstag endlich soweit. Der langersehnte Foodstyling-Workshop „Shoot the Food“ von den bezaubernden Ladies Jeanny und Susanne fand endlich statt. Die beiden hatten sich dafür das zauberhafte Café „Stück vom Glück“ in Berlin-Pankow ausgesucht. Mit viel Liebe zu alten Möbeln, allerlei nostalgischem Flohmarktkram, einem herrlich aufdringlichen und zum Anbeißen süßen Haushund und wirklich (Zitat des Hauses) „brutal gutem Kaffee“, hätte es keine bessere Location geben können. Wenn im „Stück vom Glück“ nicht gerade Food geshootet wird, gibt es lecker duftende, frische Croissants, niedliche Cupcakes und einen Salted-Caramel-Macchiato zum Niederknien. Auf alle Fälle einen oder auch zwei oder drei Besuche wert. Megafrüh für einen Samstag trudelten nach und nach die Teilnehmerinnen ein. Ich hatte mir vorher schon gedacht, dass wir eine reine Mädelsrunde werden.

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Nach kurzem Kennenlernen und dem Staunen über die echt zahlreich mitgebrachten Requisiten, ging es auch schon los und wir bekamen einen Einblick über Foodstyling im Allgemeinen und wie man die Leckereien am besten in Szene setzt. Aufgabe des Tages war es, drei verschiedene Gerichte möglichst passend zu fotografieren. Meine kleine Gruppe entschied sich für die Buletten mit Senf und Bier. Das schwierigste Motiv, wie sich am Ende herausstellen sollte, da Buletten einfach nicht besonders schön zu fotografieren sind. Nach einer Mittagspause mit super leckerer Gemüsequiche und meiner geliebten Rhabarberschorle, erfuhren wir noch einiges über die theoretischen Aspekte des Fotografierens. Da ich *ähm* bisher immer Automatikmodus *hüstel* fotografiert habe, war Vieles neu für mich: Iso, Blende, Belichtungszeit, Licht und einiges mehr, so dass ich mich jetzt doch mal an den manuellen Modus heranwagen werde. Damit das auch in Zukunft gut klappt, hab ich mir gleich mal für kleines Geld einen Fotoreflektor mit verschiedenen Oberflächen zugelegt.

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Abschließend haben wir alle nochmal versucht unser Motiv mit dem Neugelernten bestmöglich in Szene zu setzen und tolle Fotos zumachen. Was vielen auch richtig super gelungen ist. Ganz nebenbei habe ich außer Jeanny und Susanne noch ganz viele, wahnsinnig nette Mädels kennengelernt, die aus ganz Deutschland und sogar aus der Schweiz angereist waren. Fast alle haben auch einen eigenen Blog.

Mit dabei waren:

Billi von Kräutersturm

Frauke von Franna Fotografie

Andrea von Pasticceria d´amore

Anna unter Anna.Schneider

Franzi von Dynamite Cakes

Diana von Fusselhain

Theresa von Zitronenbaiser

Claudi von Kochyoga

und natürlich Jeanny von „Zucker, Zimt und Liebe“ und Susanne von „La petite cuisine“. Vielen lieben Dank an die beiden nochmal und an die restliche Mädelsgruppe für diesen tollen Tag.

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Und als Erinnerung an den tollen Workshop habe ich heute ein wunderbar sommerliches Rezept für einen Himbeer-Guglhupf mit Schmand für euch, für den ich ein bisschen in Jeannys Buch, welches Überraschung genauso heißt wie ihr Blog, geschmumelt hab.

Rezept für einen Himbeer-Guglhupf mit Schmand

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Für den Teig:

  • 175g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • Prise Salz
  • Prise Natron
  • 115g weiche Butter + etwas zum Einfetten der Form
  • 150g Zucker
  • 2 Eier
  • 200g Schmand
  • 200g frische oder TK-Himbeeren
  • 2 EL brauner Zucker

Für den Guss:

  • 100g Puderzucker
  • 1-2 EL Milch

Den Backofen auf 175 Grad vorheizen. Die Form mit Butter einfetten und leicht mit Mehl bestäuben. Mehl, Backpulver, Salz und Natron in eine Schüssel sieben und zur Seite stellen.

Butter und Zucker mit dem Mixer cremig rühren und nach und nach die Eier dazugeben. Nun die Mehlmischung abwechselnd mit dem Schmand zum Teig geben und dabei weiterrühren. Die Himbeeren mit einem Teigschaber vorsichtig unterheben und in die Backform füllen. Mit braunem Zucker bestreuen.

Für ca. 60 Minuten knusprig braun backen, dabei die Stäbchenprobe machen, ob der Himbeer-Guglhupf wirklich durchgebacken ist. Abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form stürzen. Den Puderzucker mit der Milch glattrühren und über dem Kuchen verteilen.

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Der Himbeer-Guglhupf ist super saftig und schmeckt auch nach 1-2 Tagen noch richtig frisch. Lasst es euch schmecken!

Liebe Grüße

Nasti

 

 

 

 

 

Naschmarkt in Kreuzberg…wer nicht hingeht, ist selber schuld

Seit Wochen war die Vorfreude groß. Endlich wieder Naschmarkt!!! Seit 2011 findet alle 3 Monate sonntags der Naschmarkt in der sehr alten, aber sehr wunderbaren „Markthalle Neun“ in Berlin-Kreuzberg statt. Regionale Anbieter verkaufen an diesem Tag fast alles was das süße Herz begehrt. Kuchen, Schoki und Kaffee kann man hier in allerbester Qualität genießen. Das Angebot ist sehr vielfältig und reicht von Torten, Macarons, Marmeladen, Pestos und türkischen Spezialitäten bis hin zu veganen Leckereien und Bio-Brot. Hinzu kommt, dass viele Stände wirklich sehr niedlich aufgebaut und dekoriert sind, so dass man gar nicht anders kann, als stehen zu bleiben, zu kosten und etwas zu kaufen. Seit diesem Jahr kostet es 2€ Eintritt, der sich lohnt.

Mein erster Gang führt mich eigentlich immer zuerst zum „Big Stuff Smoked BBQ“, wo ich herzhaft mit einem Pulled-Pork-Sandwich mit rauchig-würziger Sauce und frischen Äpfeln starte. Das Kalorienkonto hat sich heute gefreut, denn es kamen noch der allertollste, weltbeste Brownie-Cake-Pop von Ben&Bellchen, Apple Crumble mit Vanilleeis und eine Rhabarber-Schorle dazu. Für zu Hause gabs noch ein Glas Himbeer-Erdbeer-Zitronenmelissen-Marmelade. Naja…Wohlfühlsonntag, ne?! Aber seht selbst oder schaut das nächste Mal auch einfach mal vorbei.

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Wenn euch jetzt das Wasser im Mund zusammenläuft, müsst ihr euch leider leider bis zum nächsten Naschmarkt gedulden. Oder ihr schaut in der „Markthalle Neun“ einfach mal donnerstags zum „Streetfood-Tag“ vorbei.

Einen schönen Sonntag euch allen und die liebsten Grüße von der vollgefutterten Nasti 🙂