Eine Liebeserklärung…

…an die Hefe. IMG_2524

„Hefe, ich liebe dich. Deinen Geruch. Deinen Geschmack. Wie du dich in einem aufgegangenen Teig anfühlst. Wenn du warm aus dem Ofen kommst, könnte ich über dich herfallen. Dich mit allerlei Köstlichkeiten bestreichen und dich sofort vernaschen. Hefe, du bist großartig.

Leider ist unsere Liebe immer nur von sehr kurzer Dauer. Ich würde sagen: ein One-Day-Stand. Einen Tag nach unserem heißen Zusammentreffen, fühlst du dich zäh an und hinterlässt gar keinen so guten Geschmack mehr in meinem Mund. Schade, liebe Hefe. Aber ich freue mich schon sehr auf unser nächstes Treffen.“ 😉

Kennt Ihr das? Ich mag Hefeteig und generell Hefegebäck total gern, aber selbst die leckerste Zimtschnecke schmeckt am nächsten Tag maximal nur noch halb so gut. Da Hefeteig ja immer einige Zeit zum Aufgehen braucht, bin ich immer hin und her gerissen, etwas mit Hefe zu backen, gerade wenn es beispielsweise ein Mitbringsel zum Brunch oder was Leckeres fürs eigene Frühstück sein soll. Man will ja auch nicht in aller Herrgottsfrühe aufstehen, um den Teig anzusetzen. Für Zimtschnecken habe ich einen guten Weg gefunden und friere sie direkt nach dem Backen ein. Wenn man sie dann nochmal 5 Minuten in den Ofen schiebt, schmecken sie herrlich frisch. Aber das geht ja leider nicht mit allen Sachen, es sei denn, man hat einen riesigen Gefrierschrank.

Dennoch hat mich gestern mal wieder die Lust gepackt und es gab frische Brioches, die danach als herzhafte Burger, ihren Weg in meinen Bauch gefunden haben.

Brioche1

Rezept für 6 große Brioches

  • 100g weiche Butter
  • 1 EL Zucker
  • 3 Eier (am besten natürlich Bio)
  • 300g Weizenmehl
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 1/2 TL Salz
  • 125ml Vollmilch plus 1 EL extra
  • 1 Handvoll Sesam

Die Butter und den Zucker in einer großen Schüssel verrühren und anschließend 2! Eier hinzugeben. Mehl, Hefe und Salz dazugeben und alles vermischen. Die Milch leicht erwärmen, aber nicht zu heiß, da dann die Hefe nicht mehr reagiert. Eine Mulde in die Mitte des Teiges graben und die Milch hineingießen. Alles nach und nach verkneten. Der Teig ist sehr klebrig, aber bitte trotzdem kein zusätzliches Mehl dazugeben. Die Schüssel abgedeckt 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Da es im Sommer in der Wohnung wahrscheinlich an warmen Orten mangelt, stelle ich den Ofen für ganz kurz auf 50 Grad ein, so dass er sich etwas aufwärmt, und stelle die Schüssel anschließend hinein.

Nach 1 Stunde sollte der Teig mindestens doppelt so groß geworden sein. Ist dies nicht der Fall, war eventuell die Hefe nicht frisch oder die Milch bzw. der Ofen zu heiß. Dennoch kann der Teig weiterverarbeitet werden, ist dann leider nicht so schön locker.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche leicht kneten und zu 6 gleich großen Kugeln formen. Die Kugeln auf ein Backblech legen und an einem warmen Ort abgedeckt erneut 1 Stunde gehen lassen (bei Zeitmangel oder Heißhunger kann man das auch mal überspringen).

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Das übrige Ei mit dem Esslöffel Milch verquirlen und die Teigkugeln damit bestreichen. Anschließend mit Sesam bestreuen und 20-30 Minuten backen.

Brioche3

Wie ist es bei Euch mit der Hefe? Backt Ihr gern damit, wenn ja was denn so? Oder sind Eure Erfahrungen mit der Hefe so schlecht, dass Ihr sie nie wieder in Eure Küche lasst?

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